Bad Bevensen - das Heilbad in der Heide

Bad Bevensen ist seit 1975 als Heilbad anerkannt. Das Angebot des jungen Kurortes richtet sich an Menschen, die in der ruhigen und waldreichen Umgebung etwas für ihre Gesundheit und körperliche Fitness tun wollen. Der Kurpark verbindet das Kurviertel mit der Altstadt und ist Ausgangs-
punkt für schöne Spaziergänge, beispielsweise zum nahen Kloster Medingen, der Auenlandschaft oder den nahen, großen Waldgebieten.

Ein Paradies für Radfahrer

Durch die noch unzersiedelte Form der umgebenden Land-
schaft und die vielen gut ausgebauten Verbindungsstraßen zwischen den umliegenden Dörfern, die wenig von Autoverkehr belastet sind, ist Bad Bevensen ein Paradies für Radtouristen. Es gibt nur wenige Gegenden in Deutschland, wo es sich so ruhig und sicher in wunderschöner Natur radeln läst.

Mehr über Bad Bevensen

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Kleinstadtflair in der Heide

Seit 1929 ist Bevensen Stadt und seit 1975 staatlich anerkanntes Heilbad. Seit 1976 nennt sich der Heidekurort an der Ilmenau "Bad Bevensen". Mit der Erschließung der Thermal-Jod-Sole-Heilquelle 1968 und dem Bau des Kurzentrums entstand in den 70er Jahren rund um die heutige Jod-Sole-Therme ein Kurviertel mit Hotels, Kliniken und Kurheimen. Der weitläufige Kurpark und Fußgängerbrücken über die Ilmenau verbinden das Kurviertel und die Altstadt.

Kurzentrum und Kurpark sind damit das Bindeglied zwischen dem "alten" Stadtteil um die Dreikönigskirche und die Fußgängerzone und dem "neuen" Bad Bevensen mit seinen Hotels und Pensionen.

Bad Bevensen hat rund 6400 Einwohner, rechnet man die Ortsteile Medingen, Sasendorf, Klein Bünstorf, Jastorf, Groß Hesebeck, Klein Hesebeck, Gollern, Röbbel und Seedorf dazu, sind es knapp 8900. Bad Bevensen ist neben Uelzen die einzige Stadt im Landkreis Uelzen und damit das nördliche Zentrum der Heideregion Uelzen.

Bad Bevensen ist Verwaltungszentrum der Samtgemeinde Bevensen. Dazu gehören auch die sieben Gemeinden Altenmedingen, Himbergen, Römstedt, Weste, Emmendorf, Barum und Jelmstorf mit ihren Ortsteilen. In der Samtgemeinde Bevensen leben damit insgesamt mehr als 16.700 Menschen.

Flanieren in der Fußgängerzone
Wer durch die Altstadt von Bad Bevensen am linken Ilmenauufer geht, mag zunächst erstaunt sein, dass die meisten Häuser kaum älter als 200 Jahre sind und es auch keine verwinkelten Altstadtgassen wie andernorts gibt. Der wichtigste Grund dafür ist eine verheerende Brandkatastrophe, der am 5. und 6. November 1811 weite Teile des Ortes einschließlich der zentralen Dreikönigskirche zum Opfer fielen.

Die völlig zerstörte Stadt wurde nicht einfach auf dem alten Grundriss wieder aufgebaut, sondern unter Berücksichtigung der neuen Erkenntnisse in Sachen Brandschutz und Hygiene völlig neu konzipiert. Deshalb fehlen auch die verwinkelten Altstadtgassen. Da die Straßenzüge aus Feuerschutzgründen sehr breit angelegt wurden, hat die Stadt heute eine großzügig dimensionierte Einkaufszone entlang der "Lüneburger Straße".

Damals war kein Geringerer als Johann Peter Eckermann, der spätere Freund und Privatsekretär Goethes, Magistratsschreiber der in dieser Zeit französischen Verwaltung im Marktflecken Bevensen. In dieser Funktion war er wohl auch verantwortlich für den Wiederaufbau der Stadt in ihren heutigen Grundrissen. An ihn erinnert heute die "Eckermannstraße" am Rosenbad.

Die breite Lüneburger Straße und der Kirchplatz sind heute das Zentrum des Geschäftslebens. Immer mittwochs, freitags und samstags ist Markttag unter den Linden vor der Dreikönigskirche. Bummeln, schenken, sich selbst verwöhnen, flanieren, verweilen, das eine oder andere probieren und sich treiben lassen - in der freundlichen Fußgängerzone gehen Gäste und Einheimische gerne in den zahlreichen Geschäften auf Schnäppchenjagd oder treffen sich in einem Café zum Plausch.
Der Ortsteil Medingen
Die Geschichte des Kurortes ist ohne den Ortsteil Medingen kaum denkbar. Als Bevensen noch ein kleiner Marktflecken an der Ilmenau war, wurde bereits ein Zisterzienser-Frauenkloster im benachbarten Zellensen angesiedelt.

1241 hatten vier Nonnen und ein Laienbruder im sechs Kilometer entfernten (Alten)Medingen einen Zisterzienserinnen-Konvent gegründet, um die Christianisierung der Slawen im Wendland zu fördern. 1336 wurde das Nonnenkloster in das damalige Zellensen nahe Bevensen verlegt. Hier fühlten sich die Nonnen sicherer und hier gab es den direkten Zugang zur Ilmenau, damals der wichtigste Verkehrs- und Versorgungsweg. Aus Zellensen wurde Medingen, aus dem ursprünglichen Medingen wurde Altenmedingen.

Kloster Medingen, heute evangelisches Damenstift und eines der sechs Lüneburger Klöster, ist das kulturelle und architektonische Zentrum Medingens. Heute ist Medingen Ortsteil von Bad Bevensen und in einem gemütlichen Spaziergang zu erreichen. Vom Kurpark aus sind es knapp zwei Kilometer entlang der Ilmenau, die sich hier idyllisch durch die Flussauen windet.

Bevor man das Klosterareal betritt, kommt man am "Schlösschen" vorbei, das Herzog Ernst der Bekenner 1541 als Witwensitz für seine Frau bauen ließ. An der Frontseite sieht man die Reliefs des Herzogenpaares und ihre Wappen. Nach dem Tod von Katharina von Braunschweig, der Tochter des Herzogs, war das Haus unter anderem Sitz des Amtes Medingen und von 1852 bis nach der Gemeindereform 1973 Amtsgericht.

An diese Zeit erinnert der Schriftzug "Amtsgericht" über dem Eingang des ehemaligen Schlösschens. Heute nutzt es die Europäische Akademie Bad Bevensen des Gustav Stresemann Instituts in Niedersachsen (GSI) e.V., eine überparteiliche und überkonfessionelle Weiterbildungseinrichtung für Jugendliche und Erwachsene. Zum GSI gehören auch die umliegenden neueren Wohn- und Seminargebäude.

Auffallend ist das große Areal des "Klosterhof Medingen" aus dem 17. Jahrhundert. Seit fast 50 Jahren werden hier Trakehner gezüchtet, die man auch auf den umliegenden Koppeln weiden sehen kann. Der Klosterhof Medingen zählt heute zu den erfolgreichsten Trakehnergestüten der Welt.

In der Mühlenstraße liegt neben dem Klosterhof das auffällig flache Gebäude der Handweberei Landwehr. Hier entstehen Wandteppiche und Teppiche aus Schafwolle noch in Handarbeit. Hier kann man sich auch Teppiche nach eigenen Entwürfen weben lassen und - auf Voranmeldung - den Weberinnen bei der Arbeit zusehen. Außerdem lässt sich im Verkaufsgeschäft hochwertiges Kunsthandwerk erwerben.